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Mit der Moby-Dick III unterwegs in der Ostsee.

Törn vom 21.9.2008 bis 4.10.2008   (hier die Bilder ...)

Mit dem Zweimaster  Moby Dick III 350 sm unterwegs in der Ostsee (Greifswald - Dänemark - Kiel) 

An Bord: Walter Vogler, Volker Förmer sowie  Lothar Lang, Werner Schaller, Ulrich Kummetat, Manfred Kauer und Raimond Herrmann die hier die Bilder beisteuerten.   

 

Los ging es in Greifswald und nach einer langen Nacht auf der Autobahn übernahmen wir die Moby  - und die Vorcrew das Auto. Für die einen ging es zurück und für uns nach Stralsund.  Schon der nächste Schlag führte uns dann bei ordentlich Wind und Welle auf die die Insel Mön und dort in den Hafen Klintholm. 
Bei einer ausgiebigen Wanderung zu den Kreidefelsen fragte man sich sind wir Wanderer - oder Segler? Aber das Wandern zu den Felesen kann nur empfohlen werden.   
Ulrich kam nun dazu, er hatte uns per Bahn und Bus verfolgt.  Im Sprachgebrauch der Crew heisst Klindholm übrigens "Bad-Lothar". Er war der einzige der tapfer in der 14 Grad kalten Ostsee ein Bad nahm.  Also gewiss kein Warmduscher!.  Es ging mit Segel und Motor nach Kopenhagen. Stadrundfahrt auf den Kanälen, mal mit der Moby mal mit dem Touristenboot musste einfach sein.  Mit gutem Wind ging es dann hinauf nach Helsingör. Von dort kann man fast nach Schweden rüberspucken - so nahe ist das. Deshalb auch Fährverkehr fast im Minutentakt. Wir querten den Fährweg lieber mit Texaco-Power.  

Frischer Wind aus der falschen Richtung zwang uns wieder nach Süden statt über den Norden nach Westen zu segeln. So haben wir dann eben Rodvig besucht, was wir fast komplett unter Segel erreichten.  Die nächsten Etappen waren  dann  Stubbeköbing, Lohhals und Marstal. Trotz teils enger Fahrwasser haben oft die Segel als Antrieb nutzen können.  In Marstall ging ich (Raimond) von Bord um via Fähre und Bus Heiligenhafen zu erreichen, denn dort stieg ich um auf die Segelyacht Aida  um an der SG-Stern /Mercedes-Regatta teilzunehmen.  Siehe weiter unten in der Fotogalerie

Die Crew der Moby-Dick III hätte mich auch nach Heiligenhafen gesegelt, aber  Böen bis 9 bei nur frischen Grundwind versprechen weder schönes Segeln noch hätte es zur Restroute gepasst. So blieb man ohne mich ncch einen Tag in Marstal und konnte dann hoch am Wind die Überführung der Moby-Dick III in Kiel beenden. 

Die Moby ist ein Eigenbau des Eigners E. Scholz.  Aus Sperrholz und Mahagoni als Langkieler gebaut. Das Schiff ist als Ketsch getakelt (hat also einen Besan)  und für starke Winde ein zweites Vorstag, an dem statt der Rollgenua eine kleinere Arbeitsfock gefahren werden kann. 

18 meter Länge und  ca. 23 Tonnen  und das Masttop ist bei ctwa 21 Meter. Keine Rennziege, aber eine solide Lang-Fahrtenyacht. Das Schiff  ist in jeder Hinsicht für lange Fahrten ausgestattet. Treibstoff, Wasser, Motorisierung und  Naviagtionssysteme sind auf modernstem Stand. Das Schiff hat schon 2 mal den Atlantik überquert und ist eher im Norden unterwegs. 

Würde der Eigner noch einen Autopiloten einbauen, wäre das für die alte Dame Moby-Dick III dann eine Verbesserung die den Komfort noch steigern würden.   

In diesem Sinne wünsche ich der Moby-Dick III, dem Eigner und jeder Crew  noch viele  sichere und angenehme Seemeilen, Mast und Schotbruch und immer 2 Fingerbreit  Rum im Glas. 

   Raimond Herrmann